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Sebastian Vettels erster Auftritt als Ferrari-Fahrer

Ich habe mir eigentlich vorgenommen möglichst neutral in meinem Blog zu bleiben. Aber bei diesem Thema will ich gar nicht lange drum herum reden: ich finde es großartig und freue mich mega, dass Sebastian Vettel in Zukunft für Ferrari fahren wird!

Auch wenn die Ausgangsposition eine wahrlich bessere sein könnte: Seb hat gerade ein, nun ja, eher bescheidenes Jahr hinter sich. Wurde vom neuen Teamkollegen als vierfacher Weltmeister bei Red Bull 2014 klar in den Schatten gestellt. Und was macht er? Geht zu Ferrari, wo beinahe wieder Zustände herrschen wie vor der Schumacher-Ära.

Selbst ein Ausnahmefahrer wie Fernando Alonso konnte es die letzten 5 Jahre nicht schaffen, das schwarze Pferd zum Springen zu bringen. Ferrari befindet sich im Umbruch, hat den dritten Teamchef innerhalb einem Jahr und dazu einen neuen Präsidenten bekommen. Mit der Entwicklung des Autos hängt man weit hinter Mercedes, Red Bull und Williams zurück.

Kann das also gut gehen? Ich finde ja! Denn gerade hier liegt die Chance. Seb kann zeigen, dass er nicht das verwöhnte Red-Bull Kid ist das vier Jahre lang einfach nur Glück hatte das beste Auto zu fahren.

Mich überzeugt schon der erste Auftritt von Seb in Rot. Er hätte eigentlich gar nichts zu sagen brauchen. Er wirkt bei seinem ersten Tag bei Ferrari am 29.11.14 wie ein Kind im Süßigkeiten-Laden oder ein kleiner Junge der gerade die heiß ersehnte Carrera-Bahn zu Weihnachten geschenkt bekommt.

Er spricht mit leuchtenden Augen davon, wie er als 11-Jähriger selbst in Maranello am Zaun an der Teststrecke stand um einen Blick auf Schumis Ferrari zu erhaschen und strahlt ununterbrochen über beide Ohren. Die Aufschrift „Mein erster Tag bei Ferrari – 29.11.14“ auf dem Helm erinnert irgendwie an eine Schultüte. Die Körpersprache, als er nach dem Testlauf aus dem Ferrari steigt, zeigt Freude, Dankbarkeit, Stolz und Demut zugleich.

 



 

Genau diese Einstellung und Leidenschaft könnte seine Trumpfkarte sein. Er kann damit das ganze Team mitreißen und sich in die Herzen der Tifosi fahren. Und es ist der Unterschied mit dem er im Vergleich zu Schumacher bei Ferrari einsteigt. Schumacher hat selber immer zugegeben, dass er eine gewisse Zeit gebraucht hat um den Mythos Ferrari zu begreifen und zu verstehen. Seb scheint ihn bereits jetzt schon zu leben.

Deshalb muss Seb keine 5 Anläufe wie Schumacher brauchen um Weltmeister zu werden. Ich lehne mich mal aus dem Fenster: Er kann es innerhalb seiner (vorerst) drei Jahre Vertrag bei Ferrari schaffen den Titel zu holen. Auch weil das Team nicht ganz so desolat da steht wie bei Schumachers Antritt 1996.

Klar wird es zu Beginn zäh werden, klar wird es Rückschläge geben. Seb wird schmollende Interviews mit hervorgezogener Unterlippe geben. Vielleicht sogar sehr viele. Aber es wird ihn antreiben. Es wird ihn motivieren, dass er auf Schumis Spuren wandeln und dabei seine eigenen Fußabdrücke hinterlassen kann.

Seb wird pushen. Solange bis Sonntagmittags wieder die Combo aus „Einigkeit und Recht und Freiheit“ und „Fraterlli d’Italia erklingt. Bis in Maranello wieder die Glocken läuten. Hockenheim wieder in einem roten Fahnenmehr versinkt. Die Tifosi bei einem Heimsieg in Monza ausrasten und (oder wieder?) einem deutschen Rennfahrer zu jubeln und ihn verehren, weil er Ferrari zurück an die Spitze gebracht hat.

Das wäre doch was..

Zurück in die Zukunft – Avanti, Seb!

 

via ferrari.com & f1fanatic.co.uk

 


 

Quellen:

Bild (f1fanatic.co.uk | Image © Ferrari/ Ercole Colombo):

http://www.f1fanatic.co.uk/wp-content/uploads/2014/12/vett-ferr-2012-2.jpg

 

Video (Youtube-Channel – ferrari.com):

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=k_Y47PhY1PY

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