Home

Die Hintergründe zum Crash von Fernando Alonso bei den Tests in Barcelona

Am Sonntagnachmittag hielt die Formel 1 Welt den Atem an, Fernando Alonso war auf mysteriöse Art und Weise bei den Testfahrten in Barcelona gecrasht und wurde erst mit dem Krankenwagen ins Medical Center an der Rennstrecke und dann mit Hubschrauber ins nächstgelegene Krankenhaus abtransportiert.

Sofort ging das Rätselraten los, was passiert war. Von den Streckenkameras wurde der Unfall nicht aufgezeichnet. Auch sah das Auto nicht gerade so zerstört aus, wie man das vielleicht erwarten würde, wenn ein Fahrer von den Sanis abtransportiert werden muss.

Sofort kamen Spekulationen auf, die von einem Stromschlag, giftigen Batteriedämpfen oder einem Blackout Alonsos reichten. Bis erste Details bzw. ein Gruß von Fernando Alonso veröffentlicht wurden vergingen mehr als 24 Stunden.



McLaren hat sich zum Unfallhergang wie folgt geäußert:

«Wir haben den Unfallwagen eingehend untersucht, ebenso die Datenaufzeichnung des Fahrzeugs. Daher können wir zur Unfallursache und zum –Hergang Folgendes sagen: Fernando kam eingangs Kurve 3 von der Ideallinie ab und geriet links auf den Kunstrasen-Streifen, der Wagen verlor Traktion, wurde daher auf die Bahn zurückgetragen, wo schlagartig wieder Traktion da war, worauf der Wagen in die Mauer prallte. Unseren Daten zufolge war eine Windbö die Ursache dafür, warum Alonso von der Ideallinie geraten war. Das ist an jener Stelle auch anderen Fahrern passiert, wie etwa Carlos Sainz.»

«Daher sind sämtliche Gerüchte unwahr, wonach Fernando einen elektrischen Schlag erhalten haben könnte und das Bewusstsein verlor. Die Daten belegen vielmehr, dass Alonso auf die Bremse trat und herunterschaltete, bis der Wagen einschlug. Das wäre im Zustand der Bewusstlosigkeit unmöglich gewesen.»

«Der Einschlag passierte zuerst mit dem rechten Vorderrad, dann mit dem rechten Hinterrad, der Wagen rutschte danach 15 Sekunden der Mauer entlang, bevor er zum Stillstand kam.»

 

Wie das aussehen könnte kann man sich auf folgendem Video von Youtuber Giurassosaurus ansehen:



Fazit: die Hauptsache ist, dass Alonso “nur” eine Gehirnerschütterung davon getragen hat und hoffentlich so schnell wie möglich aus dem Krankenhaus entlassen wird und wieder ins Auto einsteigen kann.

Das ärgerliche an diesem Vorfall ist die große Geheimniskrämerei der Formel 1 und der Teams. Dieser Unfall war wieder mal ein Paradebeispiel dafür und sowas verstärkt das schon ohnehin nachlassende Interesse an der Formel 1.

McLaren hat zuerst gar nichts zu dem Unfall gesagt und sich dann gewundert, dass das unnötig aufgebauscht wurde. Alles angeblich ein „normaler Testunfall“ (Zitat Eric Boullier, Teamchef). Schon klar, normaler Unfall. Wenn ein Fahrer crasht und von den Sanitätern abtransportiert wird. Mit Hubschrauber. Ins Krankenhaus.

Noch dazu wurde gesagt Alonso sei unverletzt. Warum muss er dann mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus?

Deshalb plädiert The Black Stuff – F1 Blog für mehr Offenheit in der Formel 1. Und einfach mal die Wahrheit sagen und nicht um den heißen Brei herum reden. Das verhindert unnötige Spekulationen, verhindert Missverständnisse und sorgt für eine viel bessere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Alonso mit dem Daumen hoch am Sonntag-Nachmittag twittern und ein paar klare Worte von der Teamleitung am Sonntagnachmittag hätten dafür schon ausgereicht.

 

Quellen: speedweek.com; auto-motor-und-sport.de; youtube; Twitter

Bildquelle: auto-motor-und-sport.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s