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Warum wir uns auf die kommenden Jahre mit Max Verstappen in der Formel 1 freuen dürfen.

 

Nachdem Max Verstappen 2014 eine Übersaison in der Formel 3 hingelegt hatte, waren einige Formel 1 Teams darauf aus den jungen Holländer unter Vertrag zu nehmen. Red Bull Racing gelang in dieser Hinsicht was auf der Strecke während der Saison nicht so ganz funktionierte – man konnte Mercedes schlagen und ihnen ein Juwel vor der Nase weg schnappen. Und Max Verstappen hat seine Vorschusslorbeeren und den Hype der um ihn herum entstand in seiner Rookie-Saison mit Toro Rosso voll gerechtfertigt!

Im Verlauf der Saison 2015 lernte der zu Saisonbeginn noch minderjährige Niederländer schnell dazu, fuhr von Beginn an aggressiv – dabei aber immer fair und präzise – und gewann stetig an Ausstrahlung und Selbstvertrauen. So verweigerte er beim Grand Prix in Singapur sogar eine Teamorder durch ein unmissverständliches „No!“. Ruhe an der Boxenmauer, muss man sich mit 17 erst mal trauen.. Verstappen erntete dafür viel Lob.

 

Rennen muss man lernen zu verstehen um in derLage zu sein, sie während des Rennverlaufs „lesen“ zu können, man muss mit der Abstimmung des Autos klarkommen und mit den Reifen während den Rennen hauszuhalten. Formel 1 –Newies brauchen dazu meistens immer ein wenig Zeit bis sie sich so richtig in der Königsklasse eingegroovt haben, wenn sie es überhaupt schaffen.. Bei Verstappen waren diese Fähigkeiten jedoch alle schon sehr ausgeprägt. Kein Wunder dass sowohl Teamchef Franz Tost gleichermaßen darüber begeistert war, wie Teammitglieder, Journalisten und Fachleute.

Klar gab es auch noch den ein oder anderen Anfängermoment, vor allem in der frühen Phase der Saison 2015 (Auffahrunfall in Monaco). Aber über die ganze Saison hinweg legte Verstappen eine Reife an den Tag, die im Verhältnis zu seinem Alter außerordentlich ist. Dass es sich hier um einen Achtzehnjährigen handelt, der erst seine zweite Saison in Formel-Rennwagen fährt, war ihm meist kaum anzumerken.

Herausragende, atemberaubende Momente hatte Verstappen so einige in der Saison 2015. In Spa beim Grand Prix von Belgien fährt er in der ultraschnellen Blanchimont-Kurve außen an Felipe Nasrs Sauber vorbei um ihn in der Schikane vor Start/Ziel knallhart auszubremsen:

 

Oder er überholt Sergio Perez im Force India im Senna-S präzise und knallhart in Interlagos in Brasilien. Wenn Überholen zur Kunst wird:

 

Was daran so beeindruckend ist: man hatte dabei – obwohl es teilweise richtig eng war – immer das Gefühl, dass das Manöver gut geht und der Junge alles unter Kontrolle hat. Keine blockierenden Vorderräder, keine unfairen Berührungen und wenn es wirklich zu eng wurde: Verstappen erkannte das und zog dann lieber zurück als zu crashen.

Max Verstappens Vater Jos war ja bekanntlich auch Formel 1 Pilot (unter anderem Teamkollege von Michael Schumacher bei Benetton 1994). Bei 107 GP Starts holte Jos Verstappen 17 WM-Punkte und stand 2 mal auf dem Podium, war also eher so semi-erfolgreich. Trotzdem erreichte er vor allem bei seinen Landsleuten Kultstatus und wurde „Jos, the Boss“ genannt.

Vielleicht nennt man Max Verstappen ja auch bald so. Zwar reimt sich „The Boss“ nicht auf seinen Namen. Aber vielleicht gibt der Verlauf seiner Formel 1-Karriere dazu mal Anlass.

Bei so einer vielversprechenden Debütsaison könnte das durchaus der Fall sein.

 

Quellen: Youtube, Wikipedia, Autosport Magazine 17.12.15

Fotocredit: 1limburg.nl/Scuderia Toro Rosso

3 Kommentare zu “Der künftige Boss?

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